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robomarkt.ch

Faraday Future verkauft den Booster K1 als «Master Mini»

USA8.10.2026

Der kalifornische Elektroautohersteller Faraday Future (FF) verkauft seit dem Herbst Roboter unter eigenem Namen und kündigt eine eigene Fabrik in den USA an. Ein Blick auf die Produktseiten zeigt: Die ersten Geräte stammen nicht aus eigener Entwicklung, sondern von chinesischen Herstellern, die auch in unserem Katalog stehen.

Was belegt ist

  • Master Mini: USD 9'990, als Pro USD 12'990 und als Ultra USD 17'990 (Produktseite, abgerufen am 8.10.2026). Die Angaben decken sich mit dem Booster K1: 950 x 400 x 180 mm, rund 19.5 kg, 22 Freiheitsgrade, 48 TOPS Rechenleistung, rund 30 Minuten Laufzeit. Die Produktseite nennt selbst die Software von Booster als Grundlage. Der Master Mini ist also nach allem, was öffentlich steht, ein K1 mit anderem Namen.
  • All-New Futurist: USD 89'900, als Ultra USD 129'900. 173 cm, 54 kg, 31 Freiheitsgrade, Akku mit 1'152 Wh. Laut Humanoids Daily passen Grösse und Akku zum AGIBOT A3. Einen Liefervertrag mit AGIBOT bestätigen weder FF noch die Produktseite; FF schreibt «Powered by FF EAI-Robotics». Das bleibt deshalb eine Vermutung.
  • Eigene Fertigung: Eine Roboterfabrik soll Ende 2026 laufen, das erste Gerät aus eigener Produktion im Februar 2027 vom Band kommen. Ziel sind 50'000 Geräte im Jahr innerhalb von fünf Jahren, Fertigung und Einkauf in den USA sollen bis Ende 2028 schrittweise wachsen. Das sind Firmenangaben ohne Standort; genannt ist nur die Prüfung des bestehenden Werks in Hanford (Kalifornien).

Was das für die Schweiz heisst

Der Master Mini ist in der Schweiz nicht erhältlich, die Preise gelten in Dollar für den US-Shop. Den Booster K1 dagegen führt der deutsche Händler reichelt mit Franken-Preisen: Geek CHF 10'801.91 inkl. 8,1 Prozent Schweizer MwSt. (Stand 1.10.2026), die Grundausführung Basic CHF 9'851.65 (Stand 13.9.2026). reichelt liefert ihn nur an Firmen, Schulen und Behörden. Booster selbst nannte im August ab USD 5'999; heute zeigt der Hersteller keinen Preis mehr, nur ein Anfrageformular.

Für Käufer heisst das: Derselbe Roboter kann unter zwei Namen und zu sehr verschiedenen Preisen auftauchen. Wer einen kleinen Humanoiden sucht, vergleicht am besten Masse, Gelenkzahl und Software und nicht den Markennamen. Das gilt besonders für Occasionen: Ein umetikettiertes Gerät bekommt Updates womöglich nur über den Wiederverkäufer, nicht über den eigentlichen Hersteller. Wie man das vor dem Kauf prüft, steht in der Checkliste für gebrauchte Roboter. Der grosse Bruder des K1, der Booster T1, ist ebenfalls nur über Importhändler zu haben; einen Schweizer Händler für Booster gibt es bisher nicht.

Quellen

Modelle aus dieser Meldung

Mit belegten Preisen, Bezugsquellen und Occasionen, wo es welche gibt.

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