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Sicher kaufen, verkaufen und mieten

Ein Occasion-Roboter ist ein Vertrauenskauf: oft teuer, technisch komplex und mit Software verknüpft. Mit diesen Regeln bist du auf der sicheren Seite, als Käufer wie als Verkäufer. Für die Miete gelten teils andere Regeln, sie stehen weiter unten.

1Persönlich besichtigen und übergeben

Kaufe keinen Roboter unbesehen. Vereinbare eine Besichtigung und wickle die Übergabe persönlich ab. Bei teuren Geräten: nimm eine Begleitperson mit und wähle einen öffentlichen oder halböffentlichen Treffpunkt (z. B. Geschäftsadresse, belebter Ort mit Steckdose).

2Funktionstest vor Ort

Gerät einschalten, aufstarten lassen und die Grundfunktionen testen: Bewegung, Sensorik, App-Verbindung, Ladeverhalten. Prüfe den Akkuzustand (Ladezyklen, Laufzeit) und ob Betriebsstunden und Zustand zur Beschreibung passen. Lass dir Zubehör und Originalverpackung zeigen, wenn sie im Inserat stehen.

3Software, Konto und Lizenzen klären

Bei vielen Robotern hängen Funktionen an einem Hersteller-Konto, einer App-Kopplung oder Lizenzen (z. B. SDK, Cloud-Abo). Kläre vor der Bezahlung: Wird das Gerät vom Konto des Verkäufers getrennt? Was kostet ein allfälliges Abo dich als Nachbesitzer? Der Zustands-Check im Inserat gibt erste Hinweise, verbindlich ist der Test bei der Übergabe.

4Keine Vorkasse an Unbekannte

Überweise nie Geld, bevor du das Gerät gesehen hast. Klassische Betrugsmuster: Vorkasse mit Versandversprechen, angebliche Treuhand-Dienste, Verkäufer "im Ausland", Druck zu schneller Zahlung, Preis weit unter Marktwert. Bezahle bei der Übergabe, bar oder per TWINT.

5Quittung machen

Halte den Kauf schriftlich fest: Modell, Seriennummer, Zubehör, bekannte Mängel, Preis und Unterschriften. Unsere Vorlage deckt auch die Software-Übergabe ab.

6Verdacht? Melden.

Wirkt ein Inserat unseriös, melde es direkt über den Link "Inserat melden" auf der Inseratsseite. Bei schweren Verdachtsfällen prüfen wir sofort. Wenn du bereits geschädigt wurdest, erstatte Anzeige bei der Polizei.

Wenn du mietest statt kaufst

Bei der Miete geht das Gerät zweimal über den Tisch, hin und zurück, und genau dazwischen entstehen die Streitfälle. Diese sechs Punkte klärt ihr am besten, bevor der Roboter das Haus verlässt. Alle Mietangebote und die Schweizer Vermieter findest du unter Roboter mieten.

1Zustand zweimal dokumentieren

Der wichtigste Punkt, und der einzige, der später Streit verhindert: Haltet den Zustand bei der Übergabe UND bei der Rückgabe gemeinsam fest, mit Fotos und Datum. Ohne Beleg steht bei einem Kratzer Aussage gegen Aussage, und bei diesen Geräten geht es schnell um vierstellige Reparaturen.

2Schriftlich: Dauer, Preis und was inbegriffen ist

Klärt vor der Übergabe, was der Preis pro Tag, Woche oder Monat genau enthält: Transport und Rückholung, Einweisung, Betreuung vor Ort, Ersatzakkus, Ladegerät, Transportkoffer. Haltet Abhol- und Rückgabezeitpunkt fest, dazu was passiert, wenn das Gerät später zurückkommt.

3Kaution und Haftung vor der Übergabe klären

Wer haftet bei Schaden, Diebstahl oder Verlust, und ab welchem Betrag? Wird eine Kaution verlangt, haltet Höhe, Form und Rückgabefrist schriftlich fest. Prüft, ob eine bestehende Haftpflicht- oder Betriebsversicherung den Einsatz überhaupt abdeckt; das ist eine Frage an die eigene Versicherung, nicht an den Vermieter.

4Was gilt, wenn das Gerät ausfällt?

Robotik ist Technik im Feldeinsatz. Vereinbart vorher, was bei einem Defekt während der Mietdauer gilt: Ersatzgerät, Rückerstattung oder Reparatur auf wessen Kosten. Für einen Anlass mit fixem Datum ist das der Punkt, an dem die Miete steht oder fällt.

5Bedienung und Strom nicht unterschätzen

Viele Vermieter geben ihre Geräte nur mit eigenem Personal ab, und das hat einen Grund: Einrichtung, Kartierung und Bedienung brauchen Übung. Klärt, wer das Gerät bedient und ob eine Einweisung inbegriffen ist. Rechnet ausserdem die Laufzeit gegen die Einsatzdauer: Die Akkus in diesem Feld liegen meist zwischen einer und drei Stunden, ein Messetag braucht also Wechselakkus oder Ladepausen.

6Vorauszahlung: der Unterschied zum Occasionskauf

Beim Kauf von Privat gilt: keine Vorkasse. Bei der Miete von einem gewerblichen Anbieter sind Vorauszahlung und Kaution dagegen normal und kein Warnzeichen. Prüfe stattdessen das Übliche: Firmenname und Adresse im Handelsregister, eine erreichbare Telefonnummer, eine schriftliche Offerte. Bei privater Miete unter Unbekannten bleibt die persönliche Übergabe der sicherste Weg.

Robomarkt ist bei Mietverträgen nie Vertragspartei und vermietet selbst nichts. Diese Hinweise sind eine Hilfe ohne Gewähr und keine Rechtsberatung.

Übergabeprotokoll

Die Checkliste für die zwanzig Minuten vor der Bezahlung: Funktionstest je Kategorie, Akkuzyklen, Werksreset, Konto-Entkopplung und Lizenzübergang, zum gemeinsamen Abhaken.

Übergabeprotokoll öffnen und drucken

Quittungsvorlage

Eine einfache Vorlage für Quittung und Mini-Kaufvertrag, inklusive Seriennummer, Zubehör, bekannten Mängeln und Software-Übergabe. Zweimal ausdrucken, gemeinsam ausfüllen, beide unterschreiben.

Die Word-Datei kannst du direkt am Rechner ausfüllen, das PDF ist für den Ausdruck gedacht. Die Vorlage ist eine Hilfe ohne Gewähr und keine Rechtsberatung.

Übrigens: Auf Robomarkt wird jedes Inserat vor der Veröffentlichung geprüft, Kontaktdaten und externe Links im Text sind nicht erlaubt, und die erste Kontaktaufnahme läuft geschützt über die Plattform. Das ersetzt deine eigene Vorsicht nicht, macht Betrügern das Leben aber deutlich schwerer.